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Meine Cali-3 Umbauten

manche nennen es vielleicht auch "Verschlimmbesserungen"

 

Choke Anlenkungen:

Bei der Cali-3 ist die Original Choke Betätigung  am Lenker, respektive am Kupplungshebel integriert. Für die Bedienung des Choke ist dies (ergonomisch ?) sicherlich eine geeignete Platzierung.  Vom Kupplungshebel aus führt dann doch ein relativ langes Kabel bis auf einen Verteiler der unter den Tank montiert ist. Von diesem Verteiler aus werden beide Vergaser dann nochmals mit Kabelzügen verbunden. Das solch eine Installation naturgemäss einiges an Reibung und Widerstand produziert liegt schon fast auf der Hand. Das bei mir ab und zu ein Kabelzug etwas hängen blieb und somit der Motor natürlich eher im Fetten Bereich lief (vor allem Probleme im Leerlauf), hat mich dies veranlasst diese Einrichtung zu Demontieren. Super, wieder einige Teile die auch nicht mehr kaputt gehen können. Anstelle der Kabelzüge wurden dann Klapp-Choke's montiert. Diese werden direkt auf die Vergaser geschraubt und können einfach angehoben und eingeklappt werden. Seit dieser Umrüstung habe ich absolut keine Probleme mit dem Standgas oder der Synchronisation der Vergaser. Aus Optischen Gründen wurde später noch der Kupplungshebel, welcher den Betätigungshebel für den Choke integriert hat, gegen einen von der Cali-2 ausgetauscht.

 

Auspuff und Hosenrohr:

Auspuffsammler; Der Original Guzzi Auspuffsamlmler unter dem Getriebe, welcher bei den meisten Cali-3 nur ein erbärmliches Rostteil ist, gefällt sicherlich niemandem. Beim meinem ersten Getriebeölwechsel, wo man dieses Teil doch tatsächlich zuerst demontieren muss um das Getriebeöl überhaupt abzulassen, wurde es danach gar nicht mehr montiert. Heute ziert ein verchromtes Hosenrohr diese Stelle. Auch ist der Getriebeölwechsel nun kein Problem mehr.

Auspuff; Im Vergleich zu einer Cali-2 mit ihren S-29 Schalldämpfern hat die Cali-3 mit seinen Original S-17 Schalldämpfern einen eher zu gedämpften untypischen Guzzi Sound. Da meine Schalldämpfer durch eine in der Vergangenheit erlittenen Thermischen Überbelastung (blau angelaufen) optisch nicht mehr meiner Vorstellungen entsprachen, lag ein Austausch natürlich nahe. Aber wenn schon neue, dann aber mit einem besseren “Klang” und auch länger haltbar. Die Entscheidung viel dann auf die Guzzi Chromstahl Dämpfer S-3060. Soundmässig entsprechen diese Dämpfer eher meiner Vorstellung und das Drehmoment hat sich auch noch verbessert.

 
         
 

Beleuchtung:

Zusatzscheinwerfer; (Bilder) Da mich Zusatzscheinwerfer aus Optischer sowie aber auch aus Sicherheitsrelevanter Perspektive (bessere Sichtbarkeit am Tag, d.h. man fällt besser auf, Nachts werden die Lampen von mir nicht eingesetzt) Interessierten, bin ich lange Zeit auf der Suche nach Cali-3 geeigneten Lampen aber vor allem nach dessen Halterungen gewesen. Ich konnte in Erfahrung bringen das die Firma Grüter & Gut (G&G in Ballwil/Luzern) in der Vergangenheit ein komplettes Set mit Lampen und Halterungen im Angebot hatte. Dieses Set wurde damals komplett mit Schalter und Kabel speziell für die Cali-3 hergestellt. In Gesprächen mit diversen Benutzer dieser Zusatzscheinwerfer konnte man immer wieder hören das diese eigentlich gar nicht genutzt werden, weil die Lichtmaschinenleistung (20 A.) nicht für diese Zusatzbelastung ausgelegt sei. Von einem solchen “EX” -Benutzer konnte ich aus eben diesem Grund (immer leere Batterie) günstig dieses Lampenset kaufen. Diese habe ich nun bei mir mit einem Separaten Schalter angesteuert, d.h. ich setze sie nur am Tag anstelle vom normalen Standlicht ein. Die Batterie wird so genügend von der Lichtmaschine nachgeladen.

Rücklicht; (Bilder) Der Entscheid dieses zu ersetzen wurde bei mir beim ersten ersetzten einer Glühbirne gefällt. Das Lampenglas das mit zwei (Blech-) Schrauben an der Kunststofffassung angeschraubt ist, wies schon diverse Risse auf. Also nur eine Frage der Zeit bis ich dieses Teil verlieren werde, oder es gar bei der nächsten Regenfahrt undicht wird. Auch die Lampenfassung selber wurde bei den diversen Schraubenhalterung vom Vorbesitzer schon notdürftig repariert. Ausgetauscht wurde das alte Rücklicht gegen ein Guzzi V7 Model. Die dafür erforderliche Halterung auf dem Schutzblech wurde aus 2,5 mm VA-Blech erstellt. Diese hält nun das Rücklicht und das Nummernschild absolut Vibrationsfest. Auch Optisch spricht mich nun dieses runde V7 Rücklicht klar besser an als das alte “70’er Style” Original.

 

Windschutzscheibe:

(Bilder) Das Original Schild hat mir ehrlich gesagt nie ganz und gar gefallen. Nachdem dann irgendwann noch die Zusatzscheinwerfer Montiert wurden, musste das Windschild unten abgeschnitten werden. So gefiel mir dann das Schild natürlich noch weniger. Ein ganzes Jahr bin ich dann auf der Suche nach einem Ersatzschild gewesen. Um meiner Vorstellung zu entsprechen sollte es wenn möglich klar und nicht getönt sein und der untere Teil sollte hinter den Zusatzscheinwerfern verlaufen. Bei sämtlichen Motorradmarken und Zubehörkataloge wurden lange Zeit gesucht und fündig wurde ich am Ende (Juuuuheee) bei der Guzzi California EV. Das Schild selbst passte perfekt an die Front der Cali 3. Sogar der untere Teil des Schildes verläuft schön Bogenförmig hinter die Zusatzscheinwerfer.   Aber....... natürlich passten die Halterungen in keiner weise. Da die Halterung der EV über keine Einstellmöglichkeit verfügt, müsste man also die Halterung umbauen. Bevor ich mich für diese Umbauarbeit entscheiden konnte, wollte ich aber das Schild doch erst ausprobieren. Hält es auch den Wind so ab wie ich es mir vorstelle ? Dazu wurde das Schild mit viel Klebeband und einigen Holzklötzen "montiert" (Davon gibt es mit Garantie keine Fotos). So montiert konnte ich schon nach wenigen Kilometern feststellen, "Die ist es". Also, komplette Halterungen abchromen lassen und passende Anschlüsse für die Cali 3 anschweissen. Danach viel Schleif- und Polierarbeit, und wieder Verchromen.

Mit diesem Umbau bin ich wirklich sehr HAPPY. Optisch sieht dieser Windschutz (GEIL) gut aus und die Fahrstabilität (vor allem auf der Autobahn) ist eine reine Freude. Der Aufwand hat sich mehr als nur gelohnt.

 
         
 

Armaturen Gehäuse:

(Bilder) Das von der UV-Strahlung verblichene Original Kunststoffteil, welches schon über diverse Ermüdungsrisse verfügte, wurde als eines der ersten Massnahmen ersetzt. Die neue baugleiche Halterung aus Alu welche die alten Instrumente problemlos aufnimmt, aber nun mit helleren Leuchtanzeigen ausgestattet ist, kostete mich einen (Regen-) Tag Arbeit. Seither habe ich jederzeit ein klar ablesbareres Zifferblatt der Anzeigegeräte vor mir. Sicherlich auch nicht gänzlich unwichtig, eine wesentliche Optische Verbesserung die natürlich bei Fahren immer am besten ins Auge fällt.

 

Optische Veränderungen:

Im Vergleich zu der Cali-2 hatte mir die Cali-3 zuviel "Plastik" verbaut. Generell bin ich nicht ein Fan von Japanischen Plastikbombern, also eliminierte ich ich bei meiner Cali-3 nach und nach diverse Plastikteile. Die Lenkkopfabdeckung und die untere Rahmenabdecken waren die ersten Teile die durch Chromstahl ersetzt wurden. Danach folge auch noch die Zündverteiler Kappe (Alu). Auch der Bremsflüssigkeits- Behälter am Lenker erhielt einen neuen Deckel aus Alu. Die komplette Rücklichteinheit (siehe Beleuchtung) welche aus schnödem und vor allem brüchigem Kunststoff bestand, musste einem Klassischen V-7 Rücklicht aus Metal weichen. Ach ja, die Gabelbrückenabdeckung. Das Original habe ich irgendwann einmal unbemerkt auf einer Ausfahrt im Elsass verloren. Dieses habe ich dann durch ein Chromstahl Teil ersetzt. So, nun ist nur noch die hintere Rahmenabdeckung zu ersetzen (mittlerweile erledigt). Die Fender-Lampe auf dem vorderen Schutzblech (welche immer noch nicht angeschlossen ist), ist für mich nur so ein “nice to have” Teil.

 
         
 

Zündung:

Motoplat macht Motor Platt. Diese Aussage kann ich nur bestätigen. Die Original Zündung von Motoplat hat mich Jahrelang nur mit Ärger versorgt (geht, geht nicht, geht, geht nicht usw.). Diese wurde nun gegen eine ZDG-3 Zündung von Volker Sachse (http://www.elektronik-sachse.de/ oder auch http://www.italoclassicbikes.de/index.htm) ersetzt. Der Einbau ist wirklich banal einfach und in einer Stunde erledigt, Diese Zündanlage besitzt fünf verschiedene Zündkurven. Wow, ich besitze nun einen vollkommen neuen Motor. Dies ist ein Bauteil das ich garantiert nicht mehr hergebe.

 

Sattel

Da sich langsam aber sicher mein Sattel in seine Bestandteile auflösen wollte, spielte ich lange mit dem Gedanken ihn von einem Sattler überarbeiten zu lassen. Der Zufall (Internet sei Dank) wollte, das ich bei eBay einen Sattel von CORBIN im Angebot fand. Dieser Sattel wurde vom Vorbesitzer nur kurzfristig eingesetzt und somit ist das Teil wirklich wie neu. Na ja, 400 Franken (Neupreis 1080.-) wäre er mir schon Wert, dachte ich mir, kommt mich somit auch noch billiger als ein Sattler. Zuletzt erhielt den Zuschlag sogar für 360 Franken. Freudig holte ich das Teil dann sofort im Tessin ab. Dieser Sattel ist absolut Langstreckentauglich, und Saubequem. Eine Investition die sich sehr, sehr, sehr, sehr gelohnt hat.

 
         
 

Motorentlüftung:

Kurzes Statement; ich habe nie ganz klar Verstanden was diese Leitungen am Motor für eine Funktion haben ;-) Also warum mit etwas rumfahren, wenn es ohne genauso gut geht. Punkt, Schluss.

  Chromstahlschrauben

Habe natürlich über die Zeit sämtliche Original Guzzi Schrauben am Motor und Getriebe durch Rostfreie VA Edelstahlschrauben ersetzt. Kleiner Tip; nur mit Keramik Trennpaste verbauen ;-)

 

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